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Potenzielle und aktuelle Wasserkonflikte in grenzüberschreitenden Flussgebieten

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 48. Jahrgang, Heft 2, April 2004

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
48. Jahrgang, Heft 2,
April 2004

Autorin/Autor:
Hans-Jürgen Liebscher

Schlagworte:
Wasserkonflikte, grenzüberschreitende Einzugsgebiete, Wasserdargebot

Zitierung:
LIEBSCHER, H-J. (2004): Potenzielle und aktuelle Wasserkonflikte in grenzüberschreitenden Flussgebieten. – Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 48 (2), 71–79

In den letzten 100 Jahren haben sich die Weltbevölkerung verdreifacht, der weltweite Wasserbedarf versiebenfacht und die bewässerten landwirtschaftlich genutzten Flächen versechsfacht. Die Abbildung 1 zeigt den Zusammenhang zwischen der globalen Bevölkerungsentwicklung und der Zunahme bewässerter landwirtschaftlicher Flächen von 1940 bis 2000 mit Prognosen bis zum Jahr 2025. In Abbildung 2 ist die Zunahme der globalen Wasserentnahmen für die einzelnen Nutzungen (Sektoren) von 1900 bis 2000 dargestellt. Die Abbildung beinhaltet ebenfalls eine Extrapolation bis 2025 (Shiklomanov 2003). Eine modellgestützte Prognose der weltweiten Verbreitung bewässerter landwirtschaftlicher Flächen im Jahr 2025 geben Döll & Siebert (2002). Aus Abbildung 2 ist zu erkennen, dass die Landwirtschaft mit großem Abstand weltweit der größte Wasserverbraucher ist. Die globalen leicht nutzbaren Wasservorräte verringern sich durch die ständig zunehmende Wasserverschmutzung. Es ist absehbar, wann der Zeitpunkt erreicht wird, dass das weltweite nutzbare Wasserdargebot unter dem Bedarf liegt (Rodda 2002).

Anwendung eines Langfristbewirtschaftungsmodells für multikriterielle Bewertungsverfahren – Szenarien des globalen Wandels im bergbaugeprägten Spreegebiet

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 48. Jahrgang, Heft 2, April 2004

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
48. Jahrgang, Heft 2,
April 2004

Autorin/Autor:
Michael Kaltofen, Hagen Koch, Michael Schramm, Uwe Grünewald und Stefan Kaden

Schlagworte:
Wasserverfügbarkeit, Wasserbewirtschaftung, Spree, Bewertung, globaler Wandel

Zitierung:
KALTHOFEN, M., H. KOCH, M. SCHRAMM, U. GRÜNEWALD & S. KADEN (2004): Anwendung eines Langfristbewirtschaftungsmodells für multikriterielle Bewertungsverfahren – Szenarien des globalen Wandels im bergbaugeprägten Spreegebiet. – Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 48 (2), 60–70

Modelle für die Simulation der langfristigen Wasserbewirtschaftung werden zur Analyse von Wasserverfügbarkeitsproblemen in großen Flussgebieten angewendet. Sie werden deshalb auch in Untersuchungen zum globalen Wandel eingesetzt, wenn Wasserdargebot und -bedarf durch Klimaänderung und sozioökonomische Veränderungen beeinflusst werden (siehe GLOWA Elbe, www.glowa-elbe.de). Die ermittelten Effekte sollen durch multikriterielle Bewertungsverfahren mit vielfältigen Folgen des globalen Wandels in Gesellschaft, Wirtschaft und Natur verknüpft und so Risiken und Optionen zukünftiger Entwicklungen charakterisiert werden. Welche Antworten Langfristbewirtschaftungsmodelle auf darauf bezogene wasserwirtschaftliche Fragestellungen geben und wie sie mit ökonomischen Untersuchungen verknüpft werden können, wird am Beispiel des bereits heute durch außerordentliche Wasserverfügbarkeitsprobleme belasteten Spreegebietes gezeigt.