Archiv der Kategorie: Heft 2, April 2005

Hydrologische Differenzierung von Standorten in einem alpinen Einzugsgebiet in Abhängigkeit von physisch-geographischen Parametern

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 49. Jahrgang, Heft 2, April 2005

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
49. Jahrgang, Heft 2,
April 2005

Autorin/Autor:
Sabine Hensold, Volker Wichmann und Michael Becht

Schlagworte:
Oberflächenabfluss, alpines Einzuggebiet, hydrologische Prozesse, GIS

Die Untersuchung wurde im nordwestlich von Garmisch-Partenkirchen gelegenen Einzugsgebiet des Lahnenwiesgrabens (Ammergebirge) durchgeführt. Auf 34 Standortflächen wurden die feldgesättigten hydraulischen Leitfähigkeiten mit einem Guelph-Permeameter ermittelt. Anhand digital vorliegender Karten der Vegetation, der Böden und der Geologie wurden die Messergebnisse mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) klassifiziert und anschließend im Einzugsgebiet regionalisiert. Die resultierende Karte liefert flächendeckende Informationen über das hydrologische Verhalten einzelner Standortkombinationen. So sind beispielsweise Rückschlüsse auf die Bereitschaft
zur Bildung von Oberflächenabflüssen möglich. Eine Einschätzung der hydrologischen Standorteigenschaften ist auch für die Modellierung von hydrologischen und geomorphologischen Prozessen von Bedeutung.

Räumliche Niederschlagsschätzung aus Punktmessungen und Radar am Beispiel des Elbehochwassers 2002

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 49. Jahrgang, Heft 2, April 2005

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
49. Jahrgang, Heft 2,
April 2005

Autorin/Autor:
Uwe Haberlandt, Andreas Schumann und Uwe Büttner

Schlagworte:
Niederschlag, Elbehochwasser, Kreuzvalidierung, Wetterradar, Niederschlagsabschätzung

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der räumlichen Schätzung von Kurzzeitniederschlägen für die Analyse und Modellierung von Hochwasserereignissen. Am Beispiel der Starkniederschläge vom 10. bis 13. August 2002, welche das Extremhochwasser im Osterzgebirge verursacht haben, werden Tages- und Stundensummen vergleichsweise mit konventionellen und geostatistischen Verfahren räumlich interpoliert. Schwerpunkt ist die räumliche Schätzung von Stundenniederschlägen bei geringer Stationsdichte unter Einbeziehung von Zusatzinformationen über die Topographie des Gebietes, über die Niederschlagsverteilung aus dem dichteren Messnetz der Tagesstationen und aus Wetterradardaten. Auf Basis von Kreuzvalidierungen wird gezeigt, dass hier für Tagesniederschläge nahezu alle Interpolationsverfahren ähnlich gute Ergebnisse liefern, während für die Schätzung der Stundenniederschläge die geostatistischen Verfahren im Vorteil sind. Insbesondere durch die Einbeziehung von Zusatzinformationen aus dem Messnetz der Tageswerte und der umliegenden Wetterradarstationen kann die räumliche Niederschlagsschätzung für Stundenwerte deutlich verbessert werden.