Effekte von Tributylzinn (TBT) aus Antifoulinganstrichen auf Schneckenpopulationen an der deutschen Nordseeküste

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 43. Jahrgang, Heft 2, April 1999

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
43. Jahrgang, Heft 2,
April 1999

Autorin/Autor:
Siefan Nehring

Schlagworte:
Antifoulinganstriche, Tributylzinn

Tributylzinn (TBT), das als Antifoulingmittel vor allem in der Schiffahrt eingesetzt wird, zählt zu den giftigsten Stoffen, die bisher in die Umwelt gelangt sind. Aufgrund seiner starken Ökotoxizität und der relativ hohen Belastungen der Wassersäule sowie von
Hafensedimenten an der deutschen Nordseeküste sind negative ökologische Auswirkungen sehr wahrscheinlich. Eine Analyse
der Bestandsentwicklungen von Vorderkiemerschnecken (Prosobranchia) an der deutschen Nordseeküste zeigt, daß für eine Vielzahl an Arten Bestandsrückgänge zu verzeichnen sind, die teilweise mit TBT ursächlich in Verbindung gebracht werden können. Für keine Prosobranchia-Art ist eine positive Bestandsentwicklung zu verzeichnen. Um das Gefährdungspotential durch TBT für aquatische Ökosysteme zu minimieren, werden z.Zt. auf nationaler und internationaler Ebene Regularien entwickelt, deren Diskussion aber noch nicht abgeschlossen ist.

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