Folge 16 – Weltdatenzentrum Niederschlag, WZN

Wie viel Niederschlag fällt eigentlich auf der ganzen Welt?

Diese Frage ist überraschend schwer zu beantworten, denn Niederschlag ist zwar eine der zentralen Größen im globalen Wasserkreislauf, aber zugleich eine der am schwierigsten zu erfassenden. Messstationen sind ungleich über den Globus verteilt, Daten werden in unterschiedlichen Formaten und Qualitäten erhoben, und selbst kleine Fehler – falsche Maßeinheiten, vertauschte Zeitangaben oder „falsche Nullen“ – können große Wirkung haben. Genau hier setzt das Weltzentrum für Niederschlagsklimatologie (WZN) an, international bekannt als Global Precipitation Climatology Centre (GPCC).

Datensammlung, Analyse und Bereitstellung

Seit 1989 nimmt sich dieses Zentrum, das beim Deutschen Wetterdienst angesiedelt ist, der eingangs gestellten Frage nach der weltweiten Niederschlagsverteilung an. Dafür sammelt es Niederschlagsdaten aus aller Welt, prüft sie auf ihre Qualität und verarbeitet sie zu globalen Analysen. Die Ergebnisse sind für die Klimaforschung rund um den Globus kostenlos frei zugänglich. Diese Daten helfen, Dürren einzuordnen, Starkregen-Ereignisse zu bewerten und langfristige Niederschlagstrends im Kontext des Klimawandels sichtbar zu machen.

Der Interviewpartner

In der 16. Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“ unterhalten wir uns mit dem Leiter des Weltzentrums für Niederschlagsklimatologie, Dr. Markus Ziese, der das Zentrum seit 2023 leitet. Beim Vor-Ort-Gespräch führte er Dr. Martin Labadz durch den Wetterpark in Offenbach am Main, wo der Deutsche Wetterdienst diverse Messgeräte betreibt.

 

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