Folge 14 – Aueninstitut

Das Aueninstitut ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Eichstätt-Ingolstadt (Professur für Angewandte Physische Geographie), das seinen Sitz im Auenzentrum Neuburg-Ingolstadt hat. Es wird gefördert vom Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, von dem es im Jahr 2006 gegründet wurde.

Forschungsschwerpunkte zur Auenökologie

Die Forschungsschwerpunkte des Aueninstituts liegen im Bereich der Auen- und Gewässerökologie sowie den damit verbundenen Aufgaben der Renaturierung. Wichtigster Aspekt dabei ist, der in diesen Bereichen beeinträchtigten Natur wieder eine nachhaltige Perspektive zu verschaffen. Dabei sind Nutzungskonflikte, wie sie im Bereich der Wasser- und Forstwirtschaft existieren, zu berücksichtigen. Forschung für Nachhaltigkeit ist das Fernziel, bei dem der Weg so ausgerichtet werden muss, dass alle gesellschaftsrelevanten Nutzungen umweltverträglich am gleichen Ort durchgeführt werden können.

In Neuburg untersucht das Aueninstitut unter anderem im Rahmen eines Langzeitmonitorings, welche Auswirkungen es auf die Tier- und Pflanzenwelt hat, wenn man einen Fluss wieder mit dem angrenzenden Auwald verbindet. Durch die so genannte Dynamisierung der Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt, also die permanente Ausleitung von einem Teil der Donau sowie gezielte Überflutungen und Trockenphasen, wurde hier schon vor etwa 20 Jahren ein rd. 2.000 ha großes Waldgebiet renaturiert. Seither begleitet das Aueninstitut die Maßnahme wissenschaftlich.

Monitoring auenökologischer Prozesse und Steuerung von Dynamisierungsmaßnahmen (MONDAU)

Ein bedeutendes Projekt des Aueninstituts ist die Koordinierung des überregional bedeutenden Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens (E+E-Vorhaben) „Monitoring auenökologischer Prozesse und Steuerung von Dynamisierungsmaßnahmen“, welches von der Arbeitsgruppe MONDAU (MONitoring DonauAUen) bearbeitet wird.

Die Interviewpartner

In der 14. Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“ unterhalten wir uns mit dem Leiter des Aueninstituts, Prof. Dr. Bernd Cyffka, Inhaber der Professur für Angewandte Physische Geographie. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste
sowie Präsident der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Donauforschung (IAD).

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