Die Fraktionierung von Kolloiden aus künstlich remobilisierten Fließgewässersedimenten mit Hilfe der Ultrafiltration und deren Bedeutung für den Transport polyzyklisch aromatischer Kohlenwasserstoffe

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 45. Jahrgang, Heft 5, Oktober 2001

Hydrologie und
Wasserbewirtschaftung
45. Jahrgang, Heft 5,
Oktober 2001

Autorin/Autor:
Andreas Krein und Dietmar Niebes

Schlagworte:
Ultrafiltration, Sedimenten, Schwebstoffen, PAK

in unseren Fließgewässern sind Eintrag, Transport sowie Verteilung von hydrophoben organischen Schadstoffen eng mit dem Vorhandensein von Partikeln verbunden. Neben zahlreichen Untersuchungen, die sich mit der Bedeutung von Sedimenten und Schwebstoffen als Bindungs- oder Transportmedium beschäftigen, wird die Verteilung von polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in der Kolloidfraktion nur durch wenige Arbeiten beschrieben. Mit dem vorliegenden Beitrag werden Möglichkeiten und Grenzen der Ultrafiltration für die Trennung von Partikeln und Makromolekülen im Submikronbereich aufgezeigt. Aufgrund ihrer großen spezifischen Oberfläche weisen Kolloide einen erheblichen Anteil beim partikulären Transport von PAKs in Fließgewässern auf. Künstlich resuspendierte Sedimente der organisch belasteten Wasserstraße Saar sowie des kleinen- vergleichsweise gering belasteten – Mittelgebirgsgewässers Olewiger Bach zeigen, dass insbesondere Fraktionen kleiner 100.000 Dalton einen Hauptanteil an den PAK-Gesamtfrachten aufweisen. ln dieser kleinsten von uns untersuchten Kolloidklasse werden die Stoffgehalte der 1 bis 200 Mikrometer großen Schwebstoffe bei Dreiringmolekülen wie Acenaphten, Fluoren und Phenanthren übertroffen. Auch der Sechsring lndeno(cd)pyren ist in der gesamten Kolloidfraktion kleiner 1 Mikrometer bis um das Vierfache im Vergleich zu den Schwebstoffen der Saar angereichert. Die Schadstoffklasse der PAK zeigt weiterhin die Tendenz, dass sie in der Reihenfolge der drei Kolloidfraktionen kleiner 100.000 Dalton, 0,1 bis 1 Mikrometer sowie 100.000 Dalton bis 0,1 Mikrometer in abnehmender Konzentration vertreten ist.

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